Frankfurt eröffnet hochmodernes Hirnforschungszentrum mit 7-Tesla-MRT-Technologie
Cathleen HövelFrankfurt eröffnet hochmodernes Hirnforschungszentrum mit 7-Tesla-MRT-Technologie
Neues Forschungszentrum für Hirnforschung auf dem Campus Niederrad der Frankfurter Universität eröffnet
Auf dem Campus Niederrad der Goethe-Universität Frankfurt hat ein hochmodernes Forschungszentrum für bildgebende Hirnforschung seine Pforten geöffnet: Das Cooperative Brain Imaging Center (CoBIC) vereint Spitzen-Technologie und interdisziplinäre Teams, um die Funktionen des Gehirns sowie neurologische Erkrankungen zu erforschen. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit der Universität mit dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik und dem Ernst Strüngmann Institut.
Das Land Hessen finanzierte den Bau des 4.000 Quadratmeter großen Gebäudes mit rund 17 Millionen Euro. Weitere 12 Millionen Euro für die hochmoderne Ausstattung steuerten die Max-Planck-Gesellschaft und die Frankfurter Universität bei. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich damit auf etwa 25 Millionen Euro.
Das Zentrum ist mit drei Magnetresonanztomographen (MRT) ausgestattet: zwei Geräten mit 3 Tesla sowie einem 7-Tesla-Ultrahochfeld-MRT. Diese Technologie ermöglicht es Forschenden, Struktur und Aktivität des Gehirns mit bisher unerreichter Präzision zu untersuchen. Die Arbeit von CoBIC konzentriert sich auf Themen wie Sprache, Gedächtnis, neurologische Erkrankungen sowie menschliche Fähigkeiten – etwa den Erwerb von Fertigkeiten oder Kreativität.
CoBIC ist Teil eines bundesweiten Netzwerks neurowissenschaftlicher Forschung. Zu den weiteren wichtigen Standorten zählen das Forschungszentrum Jülich, das Bernstein-Netzwerk für Computational Neuroscience (mit über 200 Arbeitsgruppen in ganz Deutschland) sowie Institute der Ruhr-Universität Bochum und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Die neue Einrichtung soll die Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und klinischer Medizin stärken und so die Entwicklung von Therapien für hirnbezogene Erkrankungen beschleunigen.
Mit der Eröffnung von CoBIC erhalten Wissenschaftler:innen direkten Zugang zu modernster Bildgebungstechnologie. Der interdisziplinäre Ansatz des Zentrums könnte zu neuen Erkenntnissen über die Gehirnfunktion führen – und damit zu verbesserten Behandlungsmöglichkeiten für psychiatrische und neurologische Störungen. CoBIC reiht sich damit in mindestens vier weitere große Neurowissenschafts-Standorte ein, die die deutsche Forschungslandschaft prägen.






