Frankfurter Börse bleibt unberechenbar: Euro steigt, Öl- und Goldpreise fallen
Sigmund FreudenbergerFrankfurter Börse bleibt unberechenbar: Euro steigt, Öl- und Goldpreise fallen
An der Frankfurter Börse gab es am Montag gemischte Entwicklungen, während der Euro gegenüber dem Dollar an Stärke gewann. Die Handelsstimmung blieb angespannt, da Anleger auf schwankende Ölpreise und eine bevorstehende Frist im Derivatehandel reagierten. Einige Branchen standen vor möglichen Verlangsamungen, während sich die Performance führender Aktien uneinheitlich darstellte.
Bis zum Montagnachmittag war der Euro auf 1,1478 US-Dollar gestiegen. Gleichzeitig gaben die Goldpreise leicht nach, wobei die Unze bei 5.021 Dollar gehandelt wurde. Auch der Ölpreis sank: Die Nordsee-Sorte Brent notierte gegen Mittag deutscher Zeit bei 102,80 Dollar pro Barrel.
Der Aktienmarkt blieb volatil, vor allem wegen der hohen Ölpreise. Zudem bereiteten sich die Anleger auf den wichtigen Verfallstag im Derivatehandel am Freitag vor, was sie zwang, über Halten oder Abbau von Aktienpositionen zu entscheiden.
Die Commerzbank führte den Aktienindex an, nachdem ein Übernahmeangebot der UniCredit ihren Kurs beflügelt hatte. Dagegen hinkten Scout24, Zalando und Brenntag hinterher. Als Gewinner galten Bayer, Heidelberg Materials und Rheinmetall, wobei direkte Vergleiche aufgrund begrenzter Daten nicht möglich waren.
Analysten warnten, dass zyklische Branchen wie Chemie, Luftfahrt und Automobilindustrie in den kommenden Quartalen mit schwächeren Finanzkennzahlen rechnen müssten.
Der Anstieg des Euro sowie die Schwankungen bei Öl und Gold prägten den Handel am Montag. Während die Commerzbank mit einer starken Performance glänzte, kämpften andere Sektoren. Gleichzeitig bereiteten sich die Anleger auf den Derivate-Stichtag am Freitag vor. Die Unsicherheit am Markt hält an, da hohe Ölpreise und wirtschaftliche Belastungen auf Schlüsselbranchen drücken.