Frankfurts römische Schätze werden 2026 im Wohnviertel lebendig
Sigmund FreudenbergerFrankfurts römische Schätze werden 2026 im Wohnviertel lebendig
Neuer Ausstellungsort in Frankfurt zeigt bald die römische Vergangenheit der Stadt
Am 2. März 2026 stellten Verantwortliche ein architektonisches Modell des künftigen Museums vor, das in einem Wohnkomplex in der In der Römerstadt 126–134 entstehen wird. Das Projekt verbindet modernes Wohnen mit antiker Geschichte, denn am Standort wurden originale römische Ruinen der Stadt Nida freigelegt.
Die Entdeckung der etwa 1.800 Jahre alten Überreste führte zu Plänen, einen Ausstellungsbereich in das neue Wohnviertel zu integrieren. Rund 190 Mietwohnungen teilen sich das Gelände mit einem Museumsanbau, in dem die Funde an ihrem ursprünglichen Ort verbleiben. Die Ausstellung ist Teil der Schau "Frankfurts römisches Erbe" des Archäologischen Museums 2026 und präsentiert unter anderem einen 2023 geborgenen hölzernen Keller sowie Exponate zur städtischen Entwicklung Nidas.
Frankfurts römisches Erbe beschränkt sich jedoch nicht auf diesen Standort. Ausgrabungen in der römischen Stadt Nida – dem ältesten urbanen Zentrum der Region – förderten verstreute Landgüter und militärische Spuren zutage. In der Nähe stießen Bauarbeiten am Bolongaro-Palast in Höchst auf ein frühes römisches Militärlager, das auf die Zeitenwende datiert wird. Dieser Fund gilt heute als ältester Beleg für eine römische Besiedlung Frankfurts.
Besucher können die Artefakte durch Führungen und interaktive Workshops erkunden. Die Ausstellung erstreckt sich über Teile des Erdgeschosses und einen angrenzenden Bereich und verbindet so Geschichte mit modernem Leben. Vorgestellt wurde das Projekt von Frankfurts Kultur- und Planungsdezernenten, der Direktorin des Archäologischen Museums und dem Vorstandsvorsitzenden der ABG FRANKFURT HOLDING.
Die Ausstellung 2026 thematisiert militärische Präsenz, Handel und Alltagsleben und zeichnet die Entwicklung Frankfurts von römischen Außenposten bis zu seinen mittelalterlichen Wurzeln nach. Viele Funde, darunter solche aus Nida, bleiben in situ und bieten so eine direkte Verbindung zur Vergangenheit.
Das neue Quartier vereint Wohnraum mit einer Dauerpräsentation von Frankfurts römischem Erbe. Die in das Wohnviertel eingebettete Ausstellung sorgt dafür, dass die Artefakte an ihrem Fundort verbleiben. Führungen und Workshops lassen für Besucher und Schulklassen die 1.800-jährige Geschichte der Stadt lebendig werden.






