Grüne fordern dringende Reformen der deutschen Nachrichtendienste zum BND-Jubiläum
Philip BinnerGrüne fordern dringende Reformen der deutschen Nachrichtendienste zum BND-Jubiläum
Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, die Reformen der deutschen Nachrichtendienste zu beschleunigen. Der Vorstoß erfolgt anlässlich des 70. Gründungsjubiläums des Bundesnachrichtendienstes (BND), des deutschen Auslandsgeheimdienstes. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, kritisierte die mangelnden Fortschritte bei der Aktualisierung zentraler Gesetze.
Von Notz, der auch stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) ist, warf der Regierung vor, es an klarer Führung fehlen zu lassen. Ohne starke politische Unterstützung könnten die Nachrichtendienste seiner Ansicht nach nicht wirksam arbeiten. Seine Äußerungen unterstrichen die Notwendigkeit eines modernen, verfassungskonformen rechtlichen Rahmens.
Bisher liegen dem Parlament keine Reformvorschläge für das BND-Gesetz oder das Gesetz über den Verfassungsschutz (BfV), den Inlandsgeheimdienst, vor. Von Notz betonte, dass ein leistungsfähiger Auslandsgeheimdienst für die nationale Sicherheit unverzichtbar sei. Verzögerungen bei den Reformen bergen seiner Warnung zufolge die Gefahr, dass den Behörden die notwendigen Instrumente für ihre tägliche Arbeit fehlen.
Die Grünen setzen sich seit Langem für Veränderungen ein und argumentieren, dass die aktuellen Gesetze veraltet seien. Von Notz wiederholte, dass die Reform nicht nur überfällig, sondern rechtlich geboten sei, um die Einhaltung verfassungsrechtlicher Grundsätze zu gewährleisten.
Der Aufruf zu Reformen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland auf sieben Jahrzehnte BND zurückblickt. Ohne aktualisierte Gesetzgebung könnten die Nachrichtendienste weiterhin auf der Grundlage veralteter Regeln arbeiten. Die Bundesregierung hat auf die Forderungen der Grünen nach sofortigem Handeln bisher nicht reagiert.






