Heusenstamm kämpft mit neuen Ausbildungen gegen den Fachkräftemangel an
Sigmund FreudenbergerHeusenstamm kämpft mit neuen Ausbildungen gegen den Fachkräftemangel an
Heusenstamm erweitert seine Ausbildungsprogramme, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und neue Berufsperspektiven zu eröffnen. Die Stadtverwaltung bietet nun Ausbildungen in Bereichen wie Büromanagement, Kinderbetreuung und Badebetriebsführung an. Laut Behörden eignen sich diese Berufe sowohl für junge Erwachsene als auch für Berufswechsler im späteren Lebensalter.
Anfang 2026 kündigte die Stadt eine neue Ausbildung zur Fachkraft für Badebetriebe an. Bewerber benötigen einen mittleren Schulabschluss, sichere Schwimmkenntnisse sowie Interesse an Hygiene und Wartungsarbeiten. Im Gegensatz zu anderen Berufen – etwa Einzelhandelskaufmann oder IT-Spezialist – stehen hier weniger technisches oder mathematisches Verständnis, sondern körperliche Fähigkeiten im Vordergrund.
Darüber hinaus gibt es vergütete, praxisintegrierte Ausbildungen für Erzieher (PiVA) sowie Ausbildungsplätze für Sozialbetreuungskräfte. Einjährige Praktika werden für Erzieher im Anerkennungsjahr angeboten. Trotz dieser Vielfalt fand die Stadt in diesem Jahr keine geeigneten Bewerber für die Stelle im Badebetrieb.
Bürgermeister Steffen Ball und Ausbildungsleiter Christian Zilch begrüßten kürzlich die neuen Azubis. Ball zeigte sich begeistert und wünschte ihnen Freude und positive Erfahrungen. Die Mitarbeiter im Heusenstammer Rathaus arbeiten eng mit Bürgern an Gemeinschaftsprojekten und verbinden Verwaltungsaufgaben mit bürgernaher Arbeit.
Die erweiterten Ausbildungsangebote sollen Personalengpässe verringern und den Auszubildenden praktische Erfahrungen ermöglichen. Die Palette reicht von Kinderbetreuung bis zur technischen Instandhaltung – mit bezahlter Ausbildung und direktem Bürgerkontakt. Die Stadt sucht weiterhin nach Bewerbern für künftige Programme, darunter auch die noch unbesetzte Stelle im Badebetrieb.






