Hochschulen 2024: Rekordausgaben von 79,2 Mrd. Euro – wo fließt das Geld hin?
Philip BinnerHochschulen 2024: Rekordausgaben von 79,2 Mrd. Euro – wo fließt das Geld hin?
Deutsche Hochschulen verzeichneten 2024 sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Ausgaben einen Anstieg. Die Gesamteinnahmen erreichten 43,5 Milliarden Euro – ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Gesamtausgaben auf 79,2 Milliarden Euro, was ein Wachstum in mehreren zentralen Bereichen widerspiegelt.
Die Erträge aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögensverwaltung legten um 6 Prozent zu und brachten 29,4 Milliarden Euro ein. Auch die Drittmittel verzeichneten einen leichten Anstieg um 0,5 Prozent auf insgesamt 10,7 Milliarden Euro. Die Betriebskosten stiegen um 6 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro, während die Investitionsausgaben um 0,7 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro kletterten.
Personalkosten blieben mit 56 Prozent der Gesamtausgaben der größte Posten – ebenfalls ein Plus von 6 Prozent gegenüber 2023. Besonders stark wuchs der Etat der medizinischen Fakultäten: Hier stiegen die Ausgaben um 7 Prozent auf 39,2 Milliarden Euro. Die nicht-medizinischen Fachbereiche folgten mit einem Anstieg von 4 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro.
Fachhochschulen verzeichneten ein moderateres Wachstum – ihre Ausgaben erhöhten sich um 2,8 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro.
Die Zahlen zeigen eine stetige Expansion der Hochschulbudgets, vor allem in medizinischen und operativen Bereichen. Da mehr als die Hälfte der Ausgaben auf Personalkosten entfällt, unterstreichen die Daten den Umfang der Investitionen in Personal und Infrastruktur. Der leichte Anstieg der Drittmittel deutet darauf hin, dass die Hochschulen weiterhin auf externe Förderung für Forschung und Entwicklung angewiesen sind.






