17 June 2026, 17:42

Kritik an E-Auto-Prämie: Chinesische Hersteller profitieren – deutsche nicht

Dealers: E-car subsidy mainly goes to China

Kritik an E-Auto-Prämie: Chinesische Hersteller profitieren – deutsche nicht

Die staatliche Kaufprämie für Elektroautos in Deutschland gerät zunehmend in die Kritik, da sie ausländischen Herstellern stärker zugutekommt als heimischen Unternehmen. Das seit Januar laufende Förderprogramm mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Euro gewährt Käufern je nach Modell und persönlichen Voraussetzungen bis zu 6.000 Euro Zuschuss. Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), argumentiert jedoch, dass die Prämie kaum neue Nachfrage generiert habe.

Gefördert werden Neuwagen, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen werden. Händler berichten, dass die meisten Anträge für Modelle im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro gestellt werden – eine Kategorie, in der chinesische Marken die Verkaufszahlen dominieren. In Wellers eigener Händlergruppe verdoppelten sich die Absätze günstiger chinesischer Elektroautos im Mai sogar.

Deutsche Hersteller haben in dieser Preisklasse bisher keine Fahrzeuge im Angebot, obwohl Volkswagen plant, im September den ID.Polo auf den Markt zu bringen. Weller widerspricht Umweltminister Carsten Schneiders Aussage, die Prämie treibe die Elektromobilität voran. Stattdessen habe sie vor allem bereits geplante Käufe vorgezogen.

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Er schlägt vor, die Förderung auf Gebrauchtwagen auszuweiten und die Ladeinfrastruktur zu verbessern. Zu seinen Forderungen gehören niedrigere Strompreise, mehr Ladestationen und transparente Preisgestaltung an den Säulen. Zudem unterstützt er ein Roaming-System für das Laden, bei dem bundesweit ein einheitlicher Preis gilt – unabhängig vom Standort.

Die 3,5 Milliarden Euro fließen weiterhin, doch die Wirkung des Programms bleibt umstritten. Während günstige chinesische Elektroautos dank der Förderung Absatz finden, bereiten sich deutsche Hersteller auf günstigere Modelle vor. Sollten Wellers Vorschläge auf Resonanz stoßen, könnten Anpassungen am Förderprogramm folgen.

Quelle