Langen verzeichnet 2023 historisch niedrige Geburten und stabile Hochzeiten
Cathleen HövelLangen verzeichnet 2023 historisch niedrige Geburten und stabile Hochzeiten
Das Standesamt Langen hat seine Zahlen für 2023 veröffentlicht, die bemerkenswerte Veränderungen bei Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen zeigen. Die Stadt verzeichnete die geringste Zahl an Neugeborenen seit über einem Jahrzehnt, während die Sterbefälle weiterhin hoch blieben. Gleichzeitig erreichten die Hochzeiten wieder das Niveau von vor der Pandemie, und es zeichnen sich neue Trends bei Einbürgerungen ab.
Im Jahr 2023 wurden in Langen 754 Kinder geboren – ein deutlicher Rückgang gegenüber 915 im Vorjahr. Damit sank die Geburtenrate auf den niedrigsten Stand seit 2012, als 748 Babys zur Welt kamen. Von den Neugeborenen des vergangenen Jahres lebten nur noch 197 in Langen, ein starker Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren. Die meisten Kinder (591) wurden von verheirateten Elternpaaren geboren, während 163 Mütter ledig waren. Die häufigsten Vornamen für Neugeborene waren Lina bei den Mädchen und Noah bei den Jungen.
Die Zahl der Sterbefälle in Langen belief sich 2023 auf 920 und lag damit weiterhin deutlich über den Werten vor der Pandemie. Die Eheschließungen blieben mit 154 jedoch stabil und erreichten das Niveau der Zeit vor COVID-19. Das Standesamt führte zudem einen neuen Trauungsort im Museum Glas/Werke Langen ein, der bei Paaren auf positive Resonanz stieß.
Die Anzahl der Einbürgerungsanträge lag 2023 bei 300, wobei 137 Staatsbürgerschaftsurkunden ausgestellt wurden. Die Behörden rechnen aufgrund bevorstehender gesetzlicher Änderungen mit einem weiteren Anstieg im Jahr 2024. Daten zur Altersstruktur der Stadt bleiben jedoch begrenzt, sodass langfristige demografische Trends unklar bleiben.
Die Statistiken für 2023 zeigen in Langen eine sinkende Geburtenrate und weiterhin hohe Sterbefälle, während die Zahl der Eheschließungen stabil blieb. Der neue Trauungsort des Standesamts stieß auf großes Interesse, und die Einbürgerungsanträge werden voraussichtlich zunehmen. Die Behörden werden diese Entwicklungen weiter beobachten, während die Rechtsreformen greifen.






