Lufthansa hält trotz Spritkosten und Störungen an Gewinnprognose fest
Cathleen HövelLufthansa hält trotz Spritkosten und Störungen an Gewinnprognose fest
Lufthansa hält Gewinnprognose für 2026 trotz steigender Spritkosten und aktueller Störungen unverändert
Die Fluggesellschaft verzeichnete im ersten Quartal ein geringeres Verlust als erwartet, woraufhin die Aktie um über 8 Prozent stieg.
Das Unternehmen meldete für das erste Quartal einen bereinigten operativen Verlust von 612 Millionen Euro – eine Verbesserung gegenüber den von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verblieb damit jedoch unter der erwarteten Marke von 9,3 Milliarden Euro. Die Anleger reagierten positiv und trieben den Aktienkurs nach Bekanntgabe der Zahlen nach oben.
Durch Treibstoffknappheit und geopolitische Spannungen sind in diesem Jahr bereits 1,7 Milliarden Euro an Zusatzkosten entstanden. Als Reaktion strich Lufthansa 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan. Zudem warnte die Airline, dass die Jahresprognose nur dann Bestand habe, wenn es keine weiteren Engpässe bei der Treibstoffversorgung oder Arbeitsniederlegungen gebe.
Langfristig peilt Lufthansa für den Zeitraum zwischen 2028 und 2030 eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent an. Analysten wie Andrew Lobbenberg von Barclays betonten, das Unternehmen zeige sich zuversichtlich hinsichtlich des künftigen Umsatzwachstums – trotz des Streiks im April und der höheren Spritkosten. Die Fluggesellschaft erwartet, dass der Gewinn für 2026 die Vorjahresmarke von 1,96 Milliarden Euro übertreffen wird.
Die Quartalszahlen von Lufthansa übertrafen die Erwartungen und dämpften damit die Sorgen über steigende Kosten. Die Airline bleibt zwar vorsichtig, blickt aber optimistisch auf die langfristige Profitabilität. Der Anstieg des Aktienkurses spiegelt das Vertrauen der Investoren in die Unternehmensstrategie wider.






