24 March 2026, 16:17

Nachtarbeit in Deutschland erreicht Rekordwert mit 4,2 Millionen Beschäftigten

Eine farbcodierte Europakarte aus dem Jahr 2017, die den Geschlechtergleichheitsindex zeigt, mit einer Legende und erklärendem Text auf der linken Seite.

Nachtarbeit in Deutschland erreicht Rekordwert mit 4,2 Millionen Beschäftigten

Im Jahr 2024 arbeiteten in Deutschland etwa 4,0 Millionen Menschen im Schichtdienst nachts – das entspricht 9,3 Prozent aller Erwerbstätigen. Der Trend nimmt seit 2020 kontinuierlich zu, angetrieben durch den Boom im E-Commerce und pandemiebedingte Veränderungen, die die Zahlen weiter in die Höhe treiben.

Männer waren dabei deutlich häufiger in Nachtschichten tätig als Frauen: Während 11,7 Prozent der beschäftigten Männer nachts arbeiteten, lag der Anteil bei Frauen bei 6,5 Prozent. Besonders hoch war der Anteil bei jüngeren Arbeitnehmern unter 34 Jahren (10,6 Prozent), gefolgt von Berufstätigen im mittleren Alter zwischen 35 und 54 Jahren (9,6 Prozent).

Spitzenreiter unter den Branchen war der Luftverkehrssektor, in dem 42,6 Prozent der Beschäftigten Nachtschichten leisteten. Es folgten Sicherheitsdienste und Detekteien mit 40,2 Prozent sowie die Metallherstellung und -verarbeitung mit 31,1 Prozent. Die geringsten Nachtarbeitsquoten wiesen dagegen vorbereitende Baustellenarbeiten und Gebäudetechnik mit nur 1,8 Prozent auf.

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Zwischen 2020 und 2025 stieg die Gesamtzahl der Nachtarbeitenden um etwa 5 bis 7 Prozent auf rund 4,2 Millionen. Den stärksten Anstieg verzeichneten dabei Logistik und Transport (plus 15 Prozent), gefolgt vom Gesundheitswesen (plus 12 Prozent). Im verarbeitenden Gewerbe ging die Zahl der Nachtbeschäftigten hingegen um 3 Prozent zurück.

Der Anstieg der Nachtarbeit spiegelt veränderte Nachfragestrukturen wider, insbesondere in Logistik und Gesundheitsbereich. Mit fast jedem zehnten Arbeitnehmer in Nachtschichten zeigt sich ein deutlicher Wandel der Arbeitsmuster in zentralen Wirtschaftsbereichen. Die offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes bestätigen den stetigen Aufwärtstrend der vergangenen Jahre.

Quelle