Neu-Isenburg plant 3,2 Kilometer lange Radroute mit Bürgerbeteiligung und Brückenbau
Sigmund FreudenbergerNeu-Isenburg plant 3,2 Kilometer lange Radroute mit Bürgerbeteiligung und Brückenbau
Neu-Isenburg stellt erste Pläne für neue 3,2 Kilometer lange Radroute vor
Die Stadt Neu-Isenburg hat erste Entwürfe für eine neue, 3,2 Kilometer lange Fahrradverbindung zwischen dem Bahnhof und dem Stadtteil Birkengewann präsentiert. Die Vorschläge wurden im Rahmen einer dreitägigen Bürgerbeteiligung der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie die Stadtverwaltung betonte, handelt es sich dabei um vorläufige Konzepte, die vor der endgültigen Entscheidung noch durch Feedback der Bevölkerung verfeinert werden sollen.
Die geplante Route führt entlang der Frankfurter Straße und der Zeppelinstraße und sieht auf beiden Seiten geschützte Radspuren vor. Zudem ist der Bau einer neuen Brücke über die Gleise der Main-Neckar-Bahn vorgesehen, ergänzt durch Anbindungen an bestehende Grünflächen. Zwei Abschnitte sorgen jedoch für Diskussionen: die enge Passage an der Kreuzung Frankfurter Straße, wo Radfahrer mit starkem Verkehr konfrontiert wären, sowie der Bereich nahe Birkengewann, wo Anwohner Bedenken wegen Lärmbelastung, Kindersicherheit und dem Verlust von Parkplätzen äußerten.
An drei öffentlichen Veranstaltungen entlang der Strecke hatten Bürger die Möglichkeit, die Pläne zu begutachten und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Das Design sieht zudem Verbindungen zu überregionalen Netzen vor, etwa zur Schnellradroute Frankfurt–Darmstadt und dem künftigen Radweg L3313. In einigen Abschnitten sollen Fahrradstraßen eingerichtet werden, während andere durch geschützte Spuren eine sichere und unterbrechungsfreie Fahrt gewährleisten sollen.
Bei der Präsentation wurde aufgezeigt, wie Straßenraum umverteilt werden könnte, um Radfahren und Zu-Fuß-Gehen zu priorisieren. Ziel der Planung ist eine zentrale Achse, die wichtige Punkte wie den Bahnhof, Schulen, das Rathaus und die historische Altstadt verbindet. Sämtliche Unterlagen bleiben auf der Website der Stadt einsehbar; weitere Stellungnahmen sind willkommen.
Die Entwürfe werden nun gemeinsam mit den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt für die Nord-Süd-Radspuren in der Luisenstraße und Ludwigstraße ausgewertet. Beide Ergebnisse fließen in die Beratungen der politischen Gremien ein.
Die vorliegenden Pläne markieren den ersten Schritt zur Schaffung einer durchgehenden Radverbindung durch Neu-Isenburg. Das Feedback der Bürger wird die finale Gestaltung prägen, bevor die Vorlage in die politischen Gremien geht. Die Stadt strebt an, die Route in das regionale Radwegenetz zu integrieren und die Anbindung an wichtige lokale Ziele zu verbessern.