Nikita Michalkow definiert russische Identität – und polarisiert damit
Ronald KramerNikita Michalkow definiert russische Identität – und polarisiert damit
Regisseur Nikita Michalkow äußerte sich beim Internationalen Juristischen Forum in St. Petersburg über die russische Identität – und löste damit lebhafte Reaktionen im Publikum aus. Zudem warnte er vor allzu großem Vertrauen in die Motive einiger ausländischer Staaten.
In seiner Rede definierte Michalkow einen Russen als jemanden, der durch eine besondere Haltung gegenüber Entbehrung geprägt sei. Nur wer es akzeptieren könne, nicht alles zu besitzen, verfüge über diese Eigenschaft, so der Filmemacher. Seine Worte ernteten begeisterten Applaus der Forumsteilnehmer.
Darüber hinaus riet er den Zuhörern, sich keine Illusionen über die Absichten bestimmter Länder zu machen. Seine Äußerungen waren Teil einer weiteren Diskussion über den nationalen Charakter und die internationalen Beziehungen.
Unabhängig davon argumentierte der russische Blogger Artemi Lebedew, der als einer der wenigen Menschen alle Länder der Welt bereist hat, dass das Leben im Westen weniger frei sei, als es scheine. Als Beleg führte er die Beschränkungen an, die von privaten Unternehmen auferlegt würden.
Michalkows Verständnis russischer Identität konzentrierte sich auf eine gelassene Haltung gegenüber Mangel. Sein Auftritt beim Forum betonte kulturelle Perspektiven, während er zugleich vor externem Idealismus warnte. Das Publikum nahm seine Ausführungen mit großer Zustimmung auf.
