NRW stockt juristische Ausbildung auf: 1.700 neue Referendare für 2026 geplant
Cathleen HövelNRW stockt juristische Ausbildung auf: 1.700 neue Referendare für 2026 geplant
Nordrhein-Westfalen will sein juristisches Ausbildungsprogramm nach jüngsten Haushaltskürzungen wieder ausbauen. Die Behörden haben Pläne bekannt gegeben, im Jahr 2026 rund 1.700 neue Rechtsreferendare einzustellen. Dies entspricht einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr und bringt die Zahlen damit wieder auf das Niveau von 2023 zurück.
Die Entscheidung zur Aufstockung der Einstellungen fiel im Juli 2024 und kehrt damit eine frühere Reduzierung um, die durch finanzielle Engpässe verursacht worden war. Während die genauen Zahlen für 2025 weiterhin unklar bleiben, wurde das Ziel für 2026 bestätigt. Die Bezirksregierung Münster ist für die Vermittlung der Referendare zuständig und arbeitet dabei eng mit dem Landgericht Münster als zentraler Stelle für die Zuweisungen zusammen.
Im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes müssen angehende Juristen ein dreimonatiges Praktikum bei einer öffentlichen Behörde absolvieren. Bei einem jüngsten Treffen zwischen den beteiligten Institutionen wurde die langjährige Zusammenarbeit bei der Ausbildung des juristischen Nachwuchses hervorgehoben. Ein direkter Vergleich mit den Zahlen von 2025 ist aufgrund fehlender Daten jedoch nicht möglich.
Der Einstellungsplan für 2026 stellt die früheren Personalstandards wieder her, nachdem es zuvor zu einem vorübergehenden Rückgang gekommen war. Die Bezirksregierung Münster und das Landgericht werden ihre gemeinsame Rolle bei der Organisation der Praktikumsplätze weiter ausüben. Mit der Aufstockung soll das juristische Ausbildungssystem der Region nach den jüngsten Haushaltsbelastungen gestärkt werden.






