Obscene-Messe in Karlsruhe: BDSM zwischen Nachhaltigkeit und psychischer Gesundheit
Ronald KramerObscene-Messe in Karlsruhe: BDSM zwischen Nachhaltigkeit und psychischer Gesundheit
Die BDSM- und Erotikmesse Obscene fand in diesem Jahr in Karlsruhe statt und zog rund 25.000 Besucher an. Unter ihnen waren der Journalist Christian Karsch und die professionelle Dominatrix Nina Workhard, die gemeinsam die vielfältigen Angebote der Veranstaltung erkundeten. Ihre später auf Instagram geteilten Erlebnisse stießen auf positive Resonanz – dank eines offenen, aber respektvollen Umgangs mit dem Thema.
Die Messe präsentierte aktuelle Trends aus der BDSM- und Fetischszene. Nachhaltige Fetischmode, queere Inklusionsveranstaltungen und Workshops zu psychischer Gesundheit im Kontext von Kink-Praktiken zählten zu den Schwerpunkten. Besucher konnten zudem an praktischen Aktivitäten teilnehmen, darunter Hot-Wax-Play – eine Erfahrung, die auch Karsch und Workhard selbst ausprobierten.
Während ihres Besuchs erklärte Workhard Karsch einige der ungewöhnlicheren sexuellen Praktiken der Messe. Sie verriet auch ihre Vorliebe für Peitschen, die "richtig knallen", und demonstrierte dabei ihr Fachwissen. Als Karsch einmal versuchte, sich dominant zu geben, wurde er von einer Mitarbeiterin prompt in seine Schranken verwiesen.
Die Videodokumentation des Events war mit einem Hinweis für empfindsame Zuschauer versehen. Dennoch erhielt der Instagram-Beitrag Lob für seinen ausgewogenen Ton. Ein Nutzer kommentierte: "Und, wie war die Arbeit heute? Ich liebe diesen Post … lustig, ohne sich lustig zu machen. So macht man das. Der Garten der Liebe hat viele bunte Blumen." Ein anderer schrieb: "MäNnEr SiNd DdD iMmEr StÄrKeR!!! Schade, dass ich nicht am selben Tag auf der Obscene war!"
BDSM – die Abkürzung steht für Bondage & Discipline, Dominance & Submission sowie Sadism & Masochism – bildete das Zentrum der Veranstaltung. Die Messe bot Raum für Aufklärung, Erkundung und Gemeinschaft innerhalb der Szene.
Die Obscene 2025 spiegelte die sich wandelnden Interessen in der BDSM- und Fetischwelt wider – von Nachhaltigkeit bis hin zu einem bewussteren Umgang mit psychischer Gesundheit. Karschs und Workhards Besuch gab den Zuschauern einen Einblick in die Atmosphäre der Messe, geprägt von einer Mischung aus Humor und Respekt. Die positive Reaktion auf ihre Berichterstattung zeigt eine wachsende Wertschätzung für offene Diskussionen über alternative Lebensentwürfe.






