05 April 2026, 08:17

Offenbach verdoppelt Notfallgebühren – was Patienten jetzt zahlen müssen

Ein Rettungswagen des Bellingham Fire Department auf einem Parkplatz mit Bäumen und Gebäuden geparkt, unter einem klaren blauen Himmel.

Offenbach verdoppelt Notfallgebühren – was Patienten jetzt zahlen müssen

Offenbach erhöht erstmals seit 2018 die Gebühren für Notfalltransporte

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Die Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund steigender Nachfrage und höherer Betriebskosten in der Stadt. Noch in diesem Monat soll über die geplante Neuregelung der Gebührenstruktur abgestimmt werden.

Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst sind in Offenbach in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. Während die Feuerwehr 2018 noch 23.309 Einsätze verzeichnete, waren es 2022 bereits 29.365. Als einen Grund für den Anstieg nennt die Stadt das Bevölkerungswachstum, detaillierte Daten zu den Einsatzentwicklungen seit 2019 liegen jedoch nicht vor.

Die zentrale Leitstelle koordiniert alle Notrufe über die 112, von dort aus werden sowohl Rettungswagen als auch Löschfahrzeuge alarmiert. Rund um die Uhr sorgt sie dafür, dass Rettungssanitäter, Notärzte und Feuerwehrkräfte schnell zum Einsatz kommen. Die Stadt trägt 20 Prozent der Personalkosten der Leitstelle, das Land Hessen beteiligt sich mit 0,35 Euro pro Einwohner und Jahr.

Der Betrieb des Rettungsdienstes kostet Offenbach jährlich etwa 2,6 Millionen Euro. Ein Teil der Ausgaben wird durch Abrechnungen mit den Krankenkassen für patientenbezogene Transporte gedeckt. Die aktuelle Gebühr von 61,50 Euro pro Notfalleinsatz ist jedoch seit 2018 unverändert geblieben. Nach dem neuen Vorschlag soll sie auf 126,50 Euro verdoppelt werden, um den gestiegenen Betriebsaufwand widerzuspiegeln.

Die Stadtverordnetenversammlung wird in Kürze über die geänderte Gebührensatzung entscheiden. Falls der Beschluss fällt, tritt die höhere Transportgebühr in den kommenden Monaten in Kraft. Die Anpassung soll die steigenden Kosten decken, ohne die rund um die Uhr verfügbare Notfallversorgung zu gefährden. Bürger und Krankenkassen werden die Änderung bei der Abrechnung der Rettungsdienste spürbar merken.

Quelle