29 March 2026, 10:20

Offenbach gedenkt der Reichspogromnacht und warnt vor neuem Hass gegen Jüdinnen und Juden

Betongedenken für die ermordeten Juden Europas in Berlin, Deutschland, mit Bäumen, Gebäuden und Wolken im Hintergrund.

Offenbach gedenkt der Reichspogromnacht und warnt vor neuem Hass gegen Jüdinnen und Juden

Bürgerinnen und Bürger Offenbachs gedachten am 9. November der Reichspogromnacht – der gewaltsamen Hetze gegen Jüdinnen und Juden sowie die Zerstörung ihres Eigentums im Jahr 1938. Bei der Veranstaltung erinnerte Bürgermeisterin Sabine Groß an die bleibenden Folgen von Hass und betonte die Notwendigkeit von Solidarität angesichts wachsender Bedrohungen.

Groß richtete in ihrer Rede einen dringenden Appell an die Versammelten: Die Gemeinschaft müsse entschlossen an der Seite jüdischer Nachbarinnen und Nachbarn sowie Mitbürgerinnen und Mitbürger stehen. Sie verwies auf die Angst und Verunsicherung, die seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober spürbar seien, und verband dies mit der größeren Sorge um Sicherheit und Toleranz in der Gesellschaft.

Die Bürgermeisterin warnte zudem vor dem Erstarken rechtsextremer Kräfte bei jüngsten Wahlen in Deutschland. Sie machte deutlich, wie schnell das friedliche Zusammenleben aus den Fugen geraten könne – sowohl mit Blick auf historische Verbrechen als auch auf aktuelle Spannungen. Die Geschichte, so Groß, verpflichte dazu, jüdisches Leben heute zu schützen und zu bewahren.

Die Gedenkveranstaltung markierte den 85. Jahrestag der Reichspogromnacht, als nationalsozialistische Horden in ganz Deutschland Synagogen, Geschäfte und Wohnhäuser demolierten. Die Offenbacher Zusammenkunft blicke dabei nicht nur auf die Vergangenheit zurück, sondern stelle sich auch den gegenwärtigen Herausforderungen für Demokratie und Menschenrechte.

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Am Ende stand eine klare Botschaft: Wachsamkeit und Einheit seien unverzichtbar, um zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt. Groß' Worte unterstrichen das Bekenntnis der Stadt, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Hass und Gewalt zu schützen. Die Veranstaltung war Mahnung und Aufruf zugleich – Erinnerung an die Schrecken von einst und Mahner für ein engagiertes Handeln heute.

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