26 March 2026, 00:18

Offenbachs Sozialkaufhaus Luise34 kämpft ums Überleben – Stadt hilft mit 40.000 Euro

Ein Gap-Laden in einem Einkaufszentrum mit Schaufensterpuppen, Kleiderauslagen, Tischen, Schildern, Säulen, Deckenbeleuchtung und einer Ankündigungstafel.

Offenbachs Sozialkaufhaus Luise34 kämpft ums Überleben – Stadt hilft mit 40.000 Euro

"Luise34" in Offenbach: Sozialkaufhaus vor der Schließung – Stadt springt mit Notfallhilfe ein

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Das Sozialkaufhaus Luise34 in Offenbach, betrieben von der Caritas, steht wegen finanzieller Probleme vor der Schließung. Der Stadtrat hat nun mit einer Soforthilfe reagiert, um den Betrieb vorerst aufrechtzuerhalten.

Die Schwierigkeiten des Ladens haben vor allem zwei Gründe: Personalmangel und steigende Kosten. Da sich die Arbeitsmarktlage in Offenbach verbessert hat, stehen weniger Freiwillige aus Arbeits- oder Qualifizierungsprogrammen zur Verfügung. Diese Entwicklung macht es Luise34 unmöglich, den eigenen Personalbedarf zu decken.

Letzte Woche bewilligte die Stadt eine einmalige Förderung in Höhe von 40.000 Euro, um das Kaufhaus zu stützen. Das Geld stammt aus dem Konjunkturprogramm zur Bewältigung der Energiekrise, das ursprünglich für Energieberatungen von Bürgerinnen und Bürgern vorgesehen war. Die Verantwortlichen betonen jedoch, dass es sich dabei nur um eine vorübergehende Lösung handelt – auf Dauer könne die Stadt die finanziellen Anforderungen des Ladens unter den aktuellen Bedingungen nicht erfüllen.

Die Caritas Offenbach hat zugesagt, nach einer langfristigen Lösung zu suchen. Die Förderung schafft nun Spielraum, um ein neues, tragfähiges Modell zu entwickeln. Parallel plant die Stadt, im Frühjahr Sozialverbände an einen Tisch zu bringen, um mögliche Kooperationen und gemeinsame Ressourcen zu erörtern.

Luise34 ist mit seinen Problemen kein Einzelfall. In ganz Deutschland kämpfen ähnliche Sozialkaufhäuser ums Überleben, da wirtschaftliche Veränderungen und ein robuster Arbeitsmarkt die Nachfrage nach sozialen Einzelhandelsprojekten verringern.

Die 40.000 Euro sollen Luise34 zunächst über Wasser halten, während nach Alternativen gesucht wird. Ohne weitere Veränderungen bleibt die Zukunft des Ladens jedoch ungewiss. Die geplanten Gesprächsrunden könnten jedoch Wege aufzeigen, wie der Betrieb langfristig gesichert werden kann.

Quelle