18 April 2026, 22:17

PETA prangert Elefanten-Misshandlung im Wuppertaler Zoo an – neue Video-Beweise

Plakat für einen Zoo in München, Deutschland, das Bilder von einem Leoparden und einer Katze zeigt und Text enthält, der Informationen zum Zoo bereitstellt.

PETA prangert Elefanten-Misshandlung im Wuppertaler Zoo an – neue Video-Beweise

Die Tierrechtsorganisation PETA hat ihre Forderungen an den Wuppertaler Zoo erneuert, die von ihr als Misshandlung afrikanischer Elefanten bezeichnete Praktiken zu beenden. Neu veröffentlichtes Videomaterial aus dem Jahr 2018 zeigt, wie Pfleger die Tiere zwingen, für Fotos Positions zu beziehen, Kunststücke vorzuführen und Besucher auf ihrem Rücken zu tragen. Die Organisation fordert nun unverzügliche Änderungen im Umgang des Zoos mit den Elefanten, darunter den Wechsel zu einem "geschützten Kontakt"-System – sowohl für das Personal als auch für die Tiere.

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Die Aufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden, zeigen Elefanten, die mit ihren Stoßzähnen Pfleger anheben und Besucher auf ihrem Rücken reiten lassen. PETA behauptet, dass solche Handlungen nur durch zwanghafte Trainingsmethoden möglich seien, etwa den Einsatz von Bullenhaken – ein Werkzeug, das Experten zufolge Schmerzen und Angst verursacht. Führende Biologinnen wie Dr. Yvonne Würz kritisieren, der Zoo behandle die Elefanten wie "Fotorequisiten und Fitnessgeräte" statt als fühlende Lebewesen.

PETA wirft dem Zoo zudem vor, aus finanziellen Motiven zu handeln. Sonderveranstaltungen mit Elefantenthemen scheinen genutzt zu werden, um die Einnahmen angesichts sinkender Besucherzahlen zu steigern. Besonders besorgniserregend sei der Fall des Elefantenbabys Tuffi, das laut Organisation bereits unter psychischem Stress durch das Training leide.

Trotz offizieller Beschwerden an Oberbürgermeister Andreas Mucke und Fraktionen des Stadtrats habe es bisher keine Reaktion gegeben. PETA drängt nun auf umfassendere Reformen, darunter ein Verbot der Zucht und des Imports von Elefanten in Zoos, um deren Haltung langfristig zu beenden.

Der Zoo steht weiterhin unter Druck, "geschützten Kontakt" einzuführen – ein System, das direkten körperlichen Kontakt zwischen Pflegern und Elefanten verhindert. PETA besteht darauf, dass ohne solche Maßnahmen die Tiere weiterhin unter ausbeuterischen Praktiken leiden würden. Die Stadt Wuppertal hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert und keine Reformpläne vorgelegt.

Quelle