04 April 2026, 18:21

Razzien in Langenfeld decken Betrug und illegale Gebäudenutzung auf

Plakat an einer Wand mit der Aufschrift "Rückführungsverwaltung: Felder werden durch Missbrauch ihrer Fruchtbarkeit beraubt" mit einem Haus, B├Ąumen und Wasser im Hintergrund.

Razzien in Langenfeld decken Betrug und illegale Gebäudenutzung auf

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Bei einer Reihe von Durchsuchungen in Langenfeld sind zahlreiche Fälle von Betrug und illegaler Gebäudenutzung aufgedeckt worden. Die Behörden überprüften drei Standorte in Reusrath und Richrath, wobei Scheinwohnsitze, Meldeverstöße und nicht genehmigte Baumaßnahmen ans Licht kamen. Die Aktion war Teil einer groß angelegten Razzia einer neu gegründeten regionalen Sonderermittlungsgruppe, die sich gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug richtet.

Letzte Woche führte ein 19-köpfiges Ermittlerteam unter der Leitung von Oliver Konsierke die Razzien in Langenfeld durch. Im Fokus standen Immobilien, die mit Verdachtsfällen auf Betrug und illegale Aktivitäten in Verbindung gebracht werden. In Reusrath stießen die Ermittler auf 12 Scheinwohnsitze, die auf Bürger aus osteuropäischen EU-Ländern gemeldet waren. In Richrath wiederum gerieten eine vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennung sowie nicht genehmigte Bauarbeiten in den Verdacht der Illegalität.

An einem Grundstück in Richrath führte ein Meldeverstoß schließlich zur amtlichen Abmeldung. Die Durchsuchungen förderten zudem unzulässige Nutzungsänderungen von Immobilien und Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz zutage. Sieben Personen müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, nachdem in Wohngebäuden Büros und Lagerräume entdeckt wurden.

Die Aktion ist Teil der Initiative "GeKo Rhein Wupper", die erst vergangene Woche ins Leben gerufen wurde, um organisierte Kriminalität, Sozialbetrug, Schmuggel und Geldwäsche zu bekämpfen. Mit Sitz in Wuppertal setzt das Projekt auf grenzüberschreitenden Datenaustausch und präventive Maßnahmen. Neun Städte – Wuppertal, Solingen, Remscheid, Leverkusen, Köln, Düsseldorf, Neuss, Krefeld und Mönchengladbach – sind offiziell beteiligt, weitere Kommunen der Region könnten folgen.

Die Razzien unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Betrug und illegale Gebäudenutzung in der Region einzudämmen. Die Behörden werden nun die rechtliche Situation der sieben Betroffenen prüfen und weitere Schritte gegen die festgestellten Verstöße einleiten. Die Initiative "GeKo Rhein Wupper" zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Städten zu stärken, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

Quelle