04 April 2026, 12:19

Rüsselsheim legt genehmigungsfähigen Haushalt 2024 vor – trotz Millionen-Defizit

Offenes Buch mit detaillierter Stadtkarte und umgebendem Text

Rüsselsheim legt genehmigungsfähigen Haushalt 2024 vor – trotz Millionen-Defizit

Rüsselsheim am Main legt Haushalt 2024 vor – Oberbürgermeister Burghardt betont Genehmigungsfähigkeit

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Rüsselsheim am Main hat seinen Haushaltsplan für 2024 vorgelegt, den Oberbürgermeister Patrick Burghardt als genehmigungskonform bestätigt hat. Die zuständige Landesbehörde signalisierte, dass der Entwurf auf einem guten Weg zur Annahme ist. Dennoch stehen die kommenden Jahre für die Stadt weiterhin unter finanziellen Vorbehalten.

Um die anhaltende Haushaltsbelastung zu bewältigen, sieht der Etat neue Einnahmequellen vor: Die Gebühren für Straßenreinigung und Friedhöfe steigen, zudem sollen eine Kurtaxe sowie eine Zweitwohnungssteuer eingeführt werden. Trotz dieser Anpassungen bleiben die Grundsteuerhebesätze unverändert.

Im Sozialbereich gibt es keine Kürzungen – weder bei den Betreuungsschlüsseln in Kitas noch bei anderen Leistungen der Daseinsvorsorge. Burghardt unterstrich, dass die Aufrechterhaltung sozialer Standards Priorität habe, selbst wenn an anderer Stelle gespart werde.

Finanzielle Engpässe und ein Mangel an Fachkräften im Baugewerbe bremsen jedoch die Infrastrukturprojekte aus. Sämtliche Investitionsvorhaben werden nun einer strengen Prüfung unterzogen, um in den nächsten drei Jahren nur realisierbare Projekte umzusetzen. Der Oberbürgermeister mahnte zudem eine vorausschauende Planung an, um Verzögerungen in künftigen Haushalten zu vermeiden.

Die finanziellen Probleme der Stadt sind nicht neu: 2025 verzeichnete Rüsselsheim am Main ein Finanzierungsdefizit von 115,4 Millionen Euro – das viertgrößte unter den hessischen Großstädten. Zwar liegen keine Langzeitdaten zu Trends vor, doch die Verantwortlichen konzentrieren sich darauf, die Finanzen zu stabilisieren, ohne essenzielle Leistungen zu gefährden.

Der Haushalt 2024 zielt darauf ab, Einnahmewachstum und Kostendämpfung in Einklang zu bringen – und dabei Kürzungen bei zentralen Dienstleistungen zu vermeiden. Da der Entwurf nun als genehmigungsfähig gilt, rechnet die Stadt mit einem reibungslosen Start ins neue Haushaltsjahr. Die nächste Herausforderung wird sein, den dreijährigen Investitionsplan umzusetzen und gleichzeitig den anhaltenden finanziellen Druck zu bewältigen.

Quelle