Sozialwohnungen in Deutschland: Rückgang trotz regionaler Erfolge und Milliardenförderung
Sigmund FreudenbergerSozialwohnungen in Deutschland: Rückgang trotz regionaler Erfolge und Milliardenförderung
Deutschlands Sozialwohnungsbestand verzeichnete 2024 gemischte Entwicklungen. In einigen Regionen nahm die Zahl der Wohnungen zu, während andere erhebliche Verluste hinnehmen mussten. Insgesamt deutet der Trend auf einen Rückgang an verfügbaren preisgebundenen Mietwohnungen im gesamten Land hin.
Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 18.538 weniger Sozialwohnungen den größten Rückgang. Auch Bayern verlor 2.790 Einheiten im gleichen Zeitraum. Bundesweit wurden 57.621 Wohnungen aus den Belegungsbindungen genommen.
Demgegenüber konnte Niedersachsen einen Zuwachs von 1.240 Wohnungen verbuchen, während Baden-Württemberg mit einem Nettozuwachs von 3.046 Einheiten die beste Bilanz vorlegte. Berlin verlor zwar 2.957 Sozialwohnungen, schuf jedoch 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen. Ende 2024 waren bundesweit noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen registriert.
Bundesbauministerin Verena Hubertz hat bis 2029 Fördermittel in Höhe von 23,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen. Dennoch war der Sozialwohnungsbestand bis Ende 2025 bereits um 20.000 Einheiten gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Die Zahlen zeigen gegensätzliche regionale Trends bei der Versorgung mit Sozialwohnungen. Während einige Bundesländer ihren Bestand ausbauten, mussten andere starke Einbußen hinnehmen. Mit dem Bundesförderplan soll der wachsenden Wohnungsnot in den kommenden Jahren begegnet werden.






