Sprengstoffanschlag im ICE und Trickdiebstahl: Polizei ermittelt in zwei dramatischen Fällen
Sigmund FreudenbergerSprengstoffanschlag im ICE und Trickdiebstahl: Polizei ermittelt in zwei dramatischen Fällen
Polizei in Nordrhein-Westfalen ermittelt in zwei getrennten Vorfällen mit verdächtigen Männern
In einem Fall soll ein 20-jähriger Mann auf einem ICE in der Nähe von Siegburg Sprengsätze gezündet und dabei mehrere Fahrgäste verletzt haben. Unterdessen erstattete eine ältere Frau in einer anderen Region Anzeige wegen Diebstahls, nachdem sie einen Fremden unter falschen Vorwänden in ihre Wohnung gelassen hatte.
Am Gründonnerstag drohte ein 20-jähriger Deutscher angeblich mit einem Anschlag in einem ICE in der Nähe von Siegburg. Nach Angaben der Behörden zündete er zwei Sprengkörper, wodurch 11 bis 12 Menschen leichte Verletzungen erlitten, darunter mögliche Hörschäden. Der Verdächtige wurde kurz darauf festgenommen; bei ihm fanden die Beamten zwei Messer und Masken. Einen Tag später erließ das Amtsgericht Aachen einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und der Staatsschutz der Bonner Polizei ermitteln gemeinsam, untersuchen forensische Beweise und prüfen mögliche Motive des Beschuldigten, darunter rechtsextreme Verbindungen oder psychische Probleme.
In einem weiteren Vorfall wurde eine 83-jährige Frau in ihrem eigenen Zuhause von einem Betrüger hereingelegt. Der Fremde gab sich als Handwerker aus, klingelte an ihrer Tür und bot Reparaturdienstleistungen an. Nach ihrer Zustimmung leistete die Frau eine Anzahlung und begleitete ihn in den Keller, um eine defekte Stelle zu zeigen. Daraufhin verließ der Mann plötzlich die Wohnung. Erst danach bemerkte sie, dass ihre schwarze Lederbörse verschwunden war. Der Gesuchte wird als 40 bis 45 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, von durchschnittlicher Statur, mit kurzen schwarzen Haaren und dunklen Augen beschrieben. Zum Zeitpunkt der Tat trug er eine Basecap, einen schwarzen Kapuzenpulli mit weißer Aufschrift und schwarze Hosen.
Die Kriminalinspektion 32 hat die Ermittlungen im Diebstahlsfall übernommen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise, die zur Identifizierung des Täters beitragen könnten.
Der 20-jährige Verdächtige aus dem Zugvorfall bleibt in Untersuchungshaft, während die Ermittler Beweismaterial und mögliche Motive auswerten. Im Fall des Trickdiebstahls fahnden die Behörden weiterhin nach dem Mann, der die ältere Frau täuschte. Personen mit relevanten Informationen werden aufgefordert, sich umgehend bei der Kriminalpolizei zu melden.






