Studienplätze in Deutschland werden immer zugänglicher – doch nicht überall gleich
Ronald KramerStudienplätze in Deutschland werden immer zugänglicher – doch nicht überall gleich
Studienplätze in Deutschland werden für viele leichter zugänglich
Der Zugang zu einem Hochschulstudium in Deutschland wird für immer mehr Studierende einfacher. Aktuelle Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang der zulassungsbeschränkten Bachelorstudiengänge. Dieser Trend spiegelt eine grundlegende Veränderung in der Hochschulpolitik des Landes wider.
Noch vor einem Jahrzehnt erforderten fast die Hälfte aller Bachelorprogramme bestimmte Aufnahmekriterien. 2015 unterlagen 47,6 Prozent der Studiengänge Zulassungsbeschränkungen. Im Wintersemester 2025/26 ist dieser Anteil bundesweit auf nur noch 31,6 Prozent gesunken.
In einigen Regionen ist der Rückgang besonders stark ausgeprägt. Hamburg senkte den Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge innerhalb von nur zwei Jahren von 62,4 auf 37,6 Prozent. Berlin und Baden-Württemberg halten hingegen weiterhin höhere Hürden aufrecht: Dort erfordern 53,5 bzw. 46,2 Prozent der Studiengänge spezifische Zugangsvoraussetzungen.
Für Studierende bieten Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz die besten Chancen. In diesen Bundesländern unterliegen weniger als ein Fünftel der Studiengänge noch Zulassungsbeschränkungen. Aktuell sind 28,7 Prozent der Bachelorabschlüsse begrenzt – das bedeutet, die Mehrheit der Erstsemester kann sich unabhängig von ihren Schulabschlussnoten frei einschreiben.
Der Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen: Bis zum Wintersemester 2026/27 sollen mehr als zwei Drittel aller Studiengänge für alle Bewerberinnen und Bewerber offenstehen. Diese Entwicklung verbessert die Bildungschancen für Studieninteressierte in ganz Deutschland. Die Hochschulen steuern auf ein inklusiveres Zulassungsverfahren zu.






