Tausende Hessens fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Cathleen HövelDGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionsaktion der Beamten - Tausende Hessens fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Rund 1.000 Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gingen diese Woche in Frankfurt auf die Straße, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Proteste fallen in eine Phase, in der Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von sieben Prozent sowie verbesserte Konditionen für die Landesbediensteten in Hessen durchsetzen wollen. Die Verhandlungen sollen später in diesem Monat fortgesetzt werden.
Die Kundgebung fand im Rahmen der anhaltenden Tarifstreitigkeiten zwischen Gewerkschaften und der hessischen Landesregierung statt. Die Demonstranten forderten gerechtere Bezahlung und argumentierten, dass die aktuellen Gehälter verfassungswidrig niedrig seien. Weitere 500 Beschäftigte beteiligten sich an einer Fotoaktion, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.
Bereits Ende 2021 hatte das Verwaltungsgericht Kassel entschieden, dass einige Besoldungsstufen für Beamte in Hessen unrechtmäßig niedrig seien. Das Urteil stellte einen Verstoß gegen das Grundgesetz fest und bestätigte damit die Position der Gewerkschaften. Seither gab es ähnliche Klagen in anderen Bundesländern, darunter Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen.
Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betonte, dass das Land nun handeln müsse. Er forderte gleiche und zeitgleich geltende Tarifverträge für sowohl Landesbedienstete als auch Beamte. Die Gewerkschaften verlangen eine siebenprozentige Lohnerhöhung für die rund 58.000 Beschäftigten des Landes Hessen, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat.
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. März angesetzt. Beide Seiten liegen noch weit auseinander, wobei die Gewerkschaften auf der Einhaltung verfassungskonformer Lohnstandards bestehen.
Die Proteste und die anstehenden Gespräche zeigen den wachsenden Druck auf die hessische Landesregierung, die Lohnfragen zu lösen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen. Das Ergebnis könnte auch ähnliche Tarifkonflikte in anderen Bundesländern beeinflussen.






