29 April 2026, 20:18

Von Gefängnis zu lebendigem Quartier: Studierende entwerfen Zukunft für Rennelberg-Areal

Schwarz-weißer Architekturplan des Anemas-Gefängnisses, der etikettierte Räume, Korridore, Fenster und Türen auf Papier zeigt.

Von Gefängnis zu lebendigem Quartier: Studierende entwerfen Zukunft für Rennelberg-Areal

Das Gelände um die ehemalige Justizvollzugsanstalt Rennelberg könnte bald eine radikale Verwandlung erleben. Studierende der TU Braunschweig haben nun frische Entwürfe für die Umnutzung des alten Gefängnisareals und seiner Umgebung präsentiert. Ihre Vorschläge sind noch bis zum 20. Mai im Foyer des zweiten Obergeschosses des historischen Rathauses öffentlich zu sehen.

Noch in diesem Sommer wird das Gefängnis für kurze Zeit eine neue Rolle übernehmen: Im Juni dient es als Festivalgelände für die Theaterformen. Langfristige Veränderungen hängen jedoch weiterhin vom laufenden Verkaufsprozess der Immobilie ab.

Das Projekt startete Ende 2018, als der Verwaltungsausschuss der Stadt Pläne billigte, eine Entwicklungsstrategie für das Areal zu erarbeiten. Seitdem haben Studierende des Instituts für Städtebau und Entwurfsmethodik der TU Braunschweig Möglichkeiten erkundet, wie aus dem ehemaligen Gefängnis ein lebendiger Stadtbezirk werden könnte.

Drei Entwürfe stachen im Wettbewerb besonders hervor. Der mit dem ersten Platz ausgezeichnete Entwurf "Von Mauern zu Gemeinschaft: Die Umgestaltung des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg" schlägt ein offenes Quartier mit einem zentralen Platz vor. Dieser Bereich soll als kreativer Campus fungieren und die alten Barrieren des Geländes überwinden.

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Der zweitplatzierte Entwurf "Gefängnis Rennelberg: Wenn Grenzen fallen" setzt auf Barrierefreiheit und Grünflächen. Er sieht unter anderem einen "Klimawald"-Park vor, der Teile des ehemaligen Gefängnisgeländes ersetzen soll.

Der drittplatzierte Entwurf "Nachbarschaft statt Gefängnis: Gemeinschaft über Mauern" führt eine neue Straße namens Rennelbergtwete und einen Rennelbergplatz ein. Zudem schlägt er eine Quartiersgalerie vor und bewahrt dabei so viele bestehende Strukturen wie möglich.

Trotz der Begeisterung für diese Ideen können die Arbeiten erst beginnen, wenn der Verkauf des Gefängnisgeländes abgeschlossen ist. Die Stadt hat deutlich gemacht, dass die Neugestaltung von diesem entscheidenden Schritt abhängt.

Die studentischen Entwürfe geben einen Ausblick darauf, wie das Rennelberg-Areal zu einem lebendigen Teil Braunschweigs werden könnte. Bis dahin bleiben die Vorschläge ausgestellt und bieten den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich mögliche Zukünfte für das Viertel vorzustellen. Der nächste Schritt hängt vom Ausgang des Verkaufsverfahrens ab.

Quelle