11 May 2026, 10:25

VW-Betriebsrätin Cavallo blockiert Stellenabbau und setzt auf Rüstungsjobs in Osnabrück

Plakat für das 5. Überseepionierbataillon mit der Aufschrift "Alles Bauen für den Kampf: Eine goldene Chance für Handwerker & Mechaniker", das eine Gruppe von Menschen vor einem blauen Himmel mit weißen Wolken zeigt.

VW-Betriebsrätin Cavallo blockiert Stellenabbau und setzt auf Rüstungsjobs in Osnabrück

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo lehnt Stellenabbau und Werksschließungen ab – und setzt auf Rüstungsproduktion

Die Vorsitzende des Volkswagen-Betriebsrats, Daniela Cavallo, hat sich gegen Stellenstreichungen und Werksschließungen beim Autokonzern ausgesprochen. Angesichts anhaltender Herausforderungen durch globale Spannungen und Handelskonflikte sieht sie zugleich neue Chancen in der Rüstungsproduktion.

Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der Volkswagen die Produktion bestimmter Modelle im Werk Osnabrück einstellt, gleichzeitig aber nach Militäraufträgen sucht, um Arbeitsplätze zu sichern. Cavallo lehnt weitere Sparmaßnahmen, die die Belegschaft belasten könnten, entschieden ab. Zwar sieht ein 2024 beschlossenes Kostensenkungsprogramm vor, bis 2030 rund 35.000 Stellen in Deutschland abzubauen – erzwungene Entlassungen oder betriebsbedingte Werksschließungen sind jedoch ausgeschlossen. Dennoch betont sie: „Schließungen – auch in Osnabrück – kommen nicht infrage.“

Bereits jetzt zeichnen sich Veränderungen in Osnabrück ab: Die dortige Fertigung von Porsche-Modellen endet 2025, die Produktion des VW T-Roc Cabrio soll bis Mitte 2027 eingestellt werden. Diese Umstellungen werfen Fragen zur Zukunft des Standorts auf.

Cavallo zeigt sich offen für alternative Lösungen, insbesondere im Rüstungsbereich. Die VW-Tochter MAN stellt bereits in Kooperation mit Rheinmetall militärische Lkw her. Gerüchten zufolge könnte Rheinmetall auch in Osnabrück in Rüstungsprojekte einsteigen – ein Schritt, den Cavallo unterstützt. Europa müsse, so ihre Argumentation, seine Abhängigkeit von externen Lieferanten bei Sicherheitsfragen verringern.

Zwar räumt sie ein, dass die Automobilbranche unter geopolitischen Konflikten und Handelsstreitigkeiten leide. Doch die Rüstungsproduktion könnte ihrer Ansicht nach Arbeitsplätze stabilisieren und gleichzeitig strategische Bedürfnisse decken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während die Pkw-Fertigung in Osnabrück schrittweise zurückgefahren wird, könnte die Aufnahme von Rüstungsaufträgen eine Rettung für den Standort sein. Cavallos Position ist jedoch klar: Keine Werksschließungen, keine weiteren Kürzungen auf Kosten der Beschäftigten. Die nächsten Schritte des Konzerns werden zeigen, ob militärische Projekte langfristig Arbeitsplätze in Osnabrück sichern können.

Quelle