Warum Deutschland am 5. Februar den "Hast du gepupst?"-Tag feiert
Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den "Hast du gepupst?"-Tag. Das lockere Fest ermutigt die Menschen, Blähungen als ganz normalen Teil des Lebens anzuerkennen. Hinter diesem skurrilen Anlass steckt Bastian Melnyk, ein deutscher Illustrator mit einer Vorliebe für das Absurde.
Bastian Melnyk führte den "Hast du gepupst?"-Tag im Jahr 2006 ein. Der Cartoonist, bekannt für seine täglichen Comics auf fonflatter.de, schuf anlässlich des Tages einen speziellen Strip als Teil seiner Serie "Skurrile Feiertage". Warum er sich für den 5. Februar entschied, bleibt unklar – doch das Datum fällt zufällig mit der US-amerikanischen Variante zusammen, dem Nationalen Furztag, der zwei Jahre später, 2008, ins Leben gerufen wurde.
Die Idee, Blähungen zu feiern, ist jedoch keineswegs modern. Eine kolumbianische Mythe der Tatuyo erzählt von einem Mann, dessen Furzen aus Versehen ein Loch in den Geist des Waldes bohrte – woraufhin Ton freigesetzt wurde, jenes Material, aus dem angeblich die Erde geformt wurde. Diese uralte Geschichte verleiht dem Feiertag eine verspielt-historische Note.
Doch Blähungen haben nicht nur die Folklore inspiriert, sondern sogar Karrieren geprägt. Der britische Künstler Paul Oldfield, besser bekannt als "Mr. Methane", machte sich als professioneller Furzer einen Namen und verband dabei Humor mit musikalischen Darbietungen. Seine Arbeit zeigt, wie etwas Alltägliches wie ein Furzen zur Unterhaltung werden kann.
Der "Hast du gepupst?"-Tag bringt weiterhin Humor und Offenheit in ein Thema, das oft als Tabu gilt. Mit einer Mischung aus moderner Comic-Kultur und uralter Mythologie dient der Feiertag als spielerische Erinnerung an die menschliche Natur. Jedes Jahr am 5. Februar lädt er die Menschen ein, zu lachen – und vielleicht sogar mal zu einem Furzen zu stehen.






