Balkon-Solarmodule boomen: Warum immer mehr Deutsche auf Mini-PV setzen
Sigmund FreudenbergerBalkon-Solarmodule boomen: Warum immer mehr Deutsche auf Mini-PV setzen
Balkon-Solarmodule liegen in Deutschland voll im Trend – bereits über 1,2 Millionen Anlagen sind hierzulande in Betrieb. Immer mehr Städte und Gemeinden fördern die Anschaffung mit Zuschüssen zwischen 50 und 500 Euro pro Installation. Die höchsten Zuschüsse von bis zu 500 Euro gibt es derzeit in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Eine Studie aus Kassel zeigt, wie wirksam solche Fördergelder sein können: Die Stadt führte eine Pauschale von 150 Euro pro Haushalt ein. Nach Einführung des Programms stieg die Zahl der Installationen um das 1,5- bis 3-Fache. Ronja Gehrke, Studentin an der Universität Kassel, untersuchte die Auswirkungen der Förderung auf die lokale Verbreitung.
Besonders bei Heimwerkern sind die kleinen Solaranlagen beliebt. Mit einfachen Anpassungen lässt sich ihre Effizienz steigern, was sie für Haushalte besonders attraktiv macht. Dennoch plant das Bundeswirtschaftsministerium, die Förderung für Anlagen unter 25 Kilowatt Peak (kWp) schrittweise abzuschaffen. Begründet wird dies mit sinkenden Kosten, die staatliche Zuschüsse überflüssig machen.
Die tatsächliche Zahl der Balkon-Solarmodule in Deutschland könnte jedoch weit höher liegen als offiziell erfasst. Zwar sind über 1,2 Millionen Anlagen registriert, Schätzungen zufolge könnte die wahre Zahl aber mehr als doppelt so hoch sein.
Förderprogramme wie in Kassel haben die Nachfrage deutlich angekurbelt. Doch die bundesweite Unterstützung für Kleinstanlagen läuft bald aus. Der Wandel spiegelt die veränderten Marktbedingungen wider, da die Preise für Verbraucher weiter fallen.






