25 April 2026, 12:39

Hessische Bio-Bauern retten Schlachthof Fulda mit Genossenschaftsmodell

Plakat mit Text, der zum bewussten Einkauf, schonenden Kochen, reduziertem Getreide- und Fleischkonsum, angemessenen Portionen und Vermeidung von Abfall auffordert.

Hessische Bio-Bauern retten Schlachthof Fulda mit Genossenschaftsmodell

Bio-Bauern in Hessen retten gemeinsam das Schlachthof Fulda vor der Schließung

Landwirte aus Hessen haben sich zusammengeschlossen, um den Schlachthof in Fulda vor der Pleite zu bewahren. Die neu gegründete Genossenschaft Erzeugerschlachthof Kurhessen AG startet mit einem Stammkapital von 250.000 Euro. Anteile im Wert von je 500 Euro werden nun an Landwirte, Privatpersonen und weitere Interessenten ausgegeben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Schlachthof in Fulda geriet in finanzielle Schwierigkeiten, nachdem die Schweizer Migros-Gruppe die Supermarktkette Tegut übernommen hatte. Diese Übernahme unterbrach bestehende Lieferketten und brachte die Einrichtung an den Rand des Ruins.

Um den Betrieb zu retten, übernimmt Rudolf Bühler, ein Schweinezüchter aus Hohenlohe, die Führung des Projekts. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats wird er die Zustimmung der Aktionäre koordinieren und strategische Entscheidungen lenken. Die Genossenschaft orientiert sich am Vorbild der BESH, eines weiteren von Landwirten getragenen Schlachthofs in Nordhessen.

Für die Sanierung – insbesondere die Modernisierung der Brühanlage – werden Investitionen zwischen 600.000 und 800.000 Euro benötigt. Als Geschäftsführer der neu gegründeten Gesellschaft wurde Sven Euen berufen. Sein Fokus liegt auf der langfristigen Sicherung des Standorts.

Der Verkauf der Genossenschaftsanteile soll dringend benötigte Modernisierungen finanzieren und den Betrieb stabilisieren. Mit Bühler an der Spitze des Aufsichtsrats und Euen in der operativen Führung will das Projekt den Fortbestand des Schlachthofs sichern. Nun liegt es an den Landwirten und lokalen Akteuren, durch ihre Investitionen die nächste Zukunft der Einrichtung zu gestalten.

Quelle