24 April 2026, 12:21

KI bringt tote Musiklegenden wie Amy Winehouse zurück – ProSieben wagt ethisch fragwürdiges TV-Experiment

Eine Gruppe von Menschen umgibt einen Mann, der auf einem Bett in einem Raum mit einem Fenster liegt, mit dem Text "KUNSTlers Tod in Paris" unten; der Mann in einem weißen Laborkittel und Stethoskop scheint ein Arzt zu sein.

KI bringt tote Musiklegenden wie Amy Winehouse zurück – ProSieben wagt ethisch fragwürdiges TV-Experiment

Umstrittene neue Unterhaltungsshow: Verstorbene Musiklegenden kehren per KI auf den Bildschirm zurück

Ende dieses Monats startet auf ProSieben eine kontrovers diskutierte neue Unterhaltungsshow: "Staying Alive – Stars singen mit Legenden" präsentiert digitale Rekonstruktionen verstorbener Musikikonen, die gemeinsam mit lebenden Künstlern auftreten. Die von Endemol Shine für ProSieben produzierte Sendung sorgt bereits im Vorfeld für Debatten – vor allem wegen des Einsatzes von KI, um Stars wie Amy Winehouse oder Freddie Mercury "wiederzubeleben".

Für die Show nutzten die Produzenten künstliche Intelligenz, um täuschend echte Doubles der verstorbenen Künstler zu erschaffen. Gesichter wurden digital so bearbeitet, dass sie den Originalen glichen, während Stimmimitatoren den Gesang übernahmen; die KI optimierte anschließend die Stimmen, um sie authentischer klingen zu lassen. Der deutsche Popstar Sasha tritt dabei neben einer virtuellen Amy Winehouse auf, weitere Duette zeigen Elvis Presley mit den No Angels, Whitney Houston mit Álvaro Soler sowie Freddie Mercury mit Samu Haber.

Die zweiteilige Sonderausgabe feiert am 25. April 2023 Premiere, die zweite Folge folgt eine Woche später. Der Sender ProSiebenSat.1, hinter dem die Show steht, steht unter Druck, die Quoten zu steigern – besonders nach jüngsten Sparmaßnahmen. Der Titel "Staying Alive" könnte sogar als ironischer Verweis auf den eigenen Überlebenskampf des Senders in einem hart umkämpften Markt verstanden werden.

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Kritik kommt bereits jetzt – vor allem vom Nachlass Amy Winehouses und von Fans. Viele argumentieren, die verstorbene Sängerin habe einer solchen Darstellung nie zugestimmt, was ethische Bedenken aufwirft. Endemol Shine scheint jedoch eher auf Einschaltquoten als auf moralische Einwände zu setzen.

Der Einsatz von KI, um tote Stars wieder auferstehen zu lassen, ist ein gewagter, aber auch polarisierender Schritt in der Unterhaltungsbranche. Sollte das Format erfolgreich sein, könnte es einen Präzedenzfall für künftige Produktionen schaffen, die auf digitale Rekonstruktionen setzen. Die erste Folge läuft am 25. April um 20:15 Uhr auf ProSieben, die zweite Ausgabe ist für den 2. Mai geplant.

Quelle