24 April 2026, 18:43

Lufthansa transportiert 30 Tonnen Hilfsgüter aus China in umgebautem Passagierjet

Menschen mit Gepäck durch einen geschlossenen Flughafen gehen, Rolltreppen, Informationsanzeigen, Deckenleuchten und Glaswände im Hintergrund.

Lufthansa transportiert 30 Tonnen Hilfsgüter aus China in umgebautem Passagierjet

Ein Lufthansa-Passagierflugzeug ist in Frankfurt mit fast 30 Tonnen lebenswichtigen Hilfsgütern aus China gelandet. Der elf Stunden und sechs Minuten dauernde Flug war Teil der Bemühungen der Airline, globale Lieferketten trotz massenhafter Stornierungen von Passagierflügen aufrechtzuerhalten. Zu der dringend benötigten Fracht gehörten vor allem medizinische Ausrüstung wie Masken und Schutzkleidung.

Der Airbus A330 mit dem Kennzeichen D-AIKI wurde für den Frachttransport umgerüstet. Sowohl die Kabine als auch die Gepäckfächer über den Sitzen waren vollständig beladen, während die üblichen Passagiersitze entfernt worden waren. Dieser Sonderflug erfolgte in enger Abstimmung zwischen den Außenministerien und Botschaften Chinas und Deutschlands, die die erforderlichen Genehmigungen erteilten.

Die Luftfracht spielt in Notlagen eine entscheidende Rolle, etwa beim Transport von Ersatzteilen, Pharmaprodukten und leicht verderblichen Waren. Lufthansa Cargo, das 2019 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erzielte, bedient 300 Ziele in über 100 Ländern. Das Unternehmen setzt sowohl auf spezielle Frachtmaschinen wie die Boeing 777F mit einer Kapazität von 103 Tonnen als auch auf den Frachtraum in Passagierflugzeugen.

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Da der Passagierflugverkehr weitgehend eingestellt ist, prüft Lufthansa nun vermehrt reine Frachtflüge mit Passagiermaschinen. Damit sollen die Lieferketten stabil gehalten und die stark gestiegene Nachfrage nach medizinischen und essenziellen Gütern gedeckt werden.

Der Frankfurt-Flug ist einer von mehreren Schritten, mit denen Lufthansa Cargo auf die aktuelle Krise reagiert. Durch die Nutzung von Passagierflugzeugen für Frachtgüter kann die Airline weiterhin weltweit dringend benötigte Lieferungen sicherstellen. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiter weltweit und hält so trotz der Herausforderungen den Betrieb aufrecht.

Quelle