Onkel Misha verweigert Hundehaltern sein traditionelles Brot – und spaltet das Netz
Philip BinnerOnkel Misha verweigert Hundehaltern sein traditionelles Brot – und spaltet das Netz
Onkel Misha, ein bekannter Bäcker aus Lahoysk, sorgt nicht nur mit seinem Brot für Gesprächsstoff. Mit Rezepten, die seit über 200 Jahren in seiner Familie weitergegeben werden, verkauft er traditionelle russische Brotlaibe aus seinem Auto in der Nähe der heiligen Quelle des Heiligen Nikolaus des Wundertäters. Doch seine strengen Regeln, wer bei ihm kaufen darf, haben nun eine hitzige Debatte im Netz ausgelöst.
Der Streit begann, als Onkel Misha einer Familie mit einem kleinen Hund den Verkauf verweigerte – direkt an der heiligen Quelle. Später wies er auch einen Mann mit einem Corgi ab und warf dem Besitzer vor, seine Kinder "der Verderbtheit" auszusetzen. Seine Haltung ist unmissverständlich: Wer einen Hund besitzt, bekommt kein Brot. Selbst Stammkunden hat er im Voraus vor dieser Regel gewarnt.
Der Bäcker führt das Geschäft gemeinsam mit seiner Familie. Seine Frau übernimmt das Backen, während die Tochter bei den Lieferungen hilft. Das Brot, das in Lahoysk und auf dem Valeryanava-Markt in Minsk verkauft wird, hat bereits Lob geerntet – darunter eine Bewertung von 8–9 von 10 Punkten vom Blogger Kakabay.
Doch trotz der Qualität seiner Ware hat Onkel Mishas Weigerung, Hundehaltern zu bedienen, in den sozialen Medien für Aufsehen gesorgt. Einige unterstützen sein Recht, sich seine Kundschaft auszusuche, andere kritisieren seinen Ansatz als ungerecht.
Die Auseinandersetzung rückt Onkel Mishas traditionelles Brot – und seine kompromisslosen Regeln – in den Fokus. Seine Familie backt und verkauft weiter wie gewohnt, doch die Debatte um seine Prinzipien ebbt nicht ab. Für Hundehalter in Lahoysk heißt das vorerst: Sie müssen sich woanders nach ihrem täglichen Brot umsehen.






