Opel halbiert Produktion in Rüsselsheim – radikale Sparmaßnahmen unter PSA-Führung
Sigmund FreudenbergerOpel halbiert Produktion in Rüsselsheim – radikale Sparmaßnahmen unter PSA-Führung
Opel drosselt die Produktion in seinem Werk Rüsselsheim um die Hälfte. Dieser Schritt folgt auf einen Rückgang der Ausstoßzahlen im vergangenen Jahr und ist Teil der Anpassung der langfristigen Pläne des Unternehmens unter neuer Führung. Die Groupe PSA, die Opel/Vauxhall 2017 von General Motors übernommen hatte, strukturiert derzeit die Betriebsabläufe um, um finanzielle Ziele zu erreichen.
Das Werk in Rüsselsheim fertigte 2018 rund 123.000 Fahrzeuge – 19.000 weniger als im Vorjahr. Darunter befanden sich über 67.000 Modelle der Baureihe Insignia und 28.000 Kleinbusse vom Typ Zafira. Aktuell werden dort der Insignia Grand Sport, der Sports Tourer sowie der Zafira produziert.
Opel hat keine konkreten Details zu den überarbeiteten Produktionsplänen veröffentlicht. Jede Verringerung der Stückzahlen wird sich jedoch auf Zulieferer und Logistikpartner auswirken. Der 4PL-Dienstleister Gefco erklärte, man werde sich an die Änderungen anpassen, ohne die Leistungen kurzfristig einzuschränken.
Unter der Führung von Groupe PSA strebt Opel/Vauxhall an, bis 2020 eine wiederkehrende operative Marge von 2 Prozent und bis 2026 von 6 Prozent zu erzielen. Bis 2024 sollen sämtliche Pkw-Modelle auf gemeinsame PSA-Plattformen umgestellt werden. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Abläufe zu straffen und die Rentabilität zu steigern.
Die Produktionskürzungen in Rüsselsheim markieren einen tiefgreifenden Wandel für die deutsche Fertigung von Opel. Bei einer nahezu halbierten Auslastung müssen Lieferketten und Logistiknetzwerke des Werks umdenken. Der Fokus des Unternehmens bleibt darauf gerichtet, die finanziellen Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig den Übergang zu den gemeinsamen Fahrzeugplattformen von PSA zu vollziehen.






