Papst Leo XIV revolutioniert den Vatikan-Stil mit Mode zwischen Tradition und Moderne
Sigmund FreudenbergerPapst Leo XIV revolutioniert den Vatikan-Stil mit Mode zwischen Tradition und Moderne
Papst Leo XIV hat in seinem ersten Jahr als Oberhaupt der Kirche nicht nur mit seiner Führung, sondern auch mit seinem auffälligen Modebewusstsein Schlagzeilen gemacht. Seine Kleidungswahl verbindet Tradition mit Moderne und brachte ihm einen Platz auf der Vogue-Liste der 55 bestgekleideten Persönlichkeiten des Jahres 2025 ein. Damit setzt er sich bewusst von der zurückhaltenderen Ästhetik seines Vorgängers ab.
Jeder Papst prägt das Amt auf seine eigene Weise, und Leo XIVs Garderobe verkörpert einen sorgfältig austarierten Spagat. Zwar bewahrt er jahrhundertealte päpstliche Traditionen, doch fügt er dezente zeitgenössische Akzente hinzu. Mal trägt er eine Apple Watch, mal eine Baseballkappe der Chicago White Sox – stets kombiniert mit seinen offiziellen Gewändern.
Hinter diesem Stil steht Filippo Sorcinelli, ein offen schwuler italienischer Modeschöpfer, der bereits drei Päpste eingekleidet hat, darunter Franziskus und Benedikt XVI. Sorcinelli, der seine Verbindung zur Kirche als Kind begann, als er seiner Mutter beim Reinigen der örtlichen Pfarrgemeinde half, entwirft heute Kleidung, die gelassene Autorität ausstrahlen soll. Seine Kreationen verzichten auf Protzigkeit und unterstreichen stattdessen durch kontrollierte Eleganz die Botschaft der Kirche.
Für Sorcinelli selbst gab es nie einen Widerspruch zwischen seinem Glauben und seiner sexuellen Identität. Seine Erfahrungen mit der Kirche beschreibt er als geprägt von Akzeptanz. In enger Abstimmung mit vatikanischen Würdenträgern sorgt er dafür, dass jedes Kleidungsstück der Vision des Papstes entspricht – traditionell und doch leise modern.
Leo XIVs Modeentscheidungen haben weltweit Aufmerksamkeit erregt und eine neue Ära des päpstlichen Stils eingeläutet. Seine Zusammenarbeit mit Sorcinelli zeigt, wie Kleidung sowohl Erbe als auch Wandel widerspiegeln kann. Das Ergebnis ist eine Garderobe, die zugleich autoritativ und frisch wirkt – und ihn damit deutlich von seinen Amtsvorgängern abhebt.






