13 April 2026, 10:18

Regionaliga-Reform spaltet Fußball-Deutschland: Warum das Kompass-Modell die Vereine vereint

Alte Deutschlandkarte auf Papier, mit detaillierten regionalen Texten und Hervorhebung der Provinzen Bayern, Baden-Württemberg und Baden.

Regionaliga-Reform spaltet Fußball-Deutschland: Warum das Kompass-Modell die Vereine vereint

Wachsende Streitigkeiten um Regionalliga-Reform spalten deutsche Fußball-Gremien und Vereine

Die geplante Regionalisierung der Regionalliga, die von einer Arbeitsgruppe ausgearbeitet wurde, hat heftigen Widerstand bei Vereinen und Funktionären ausgelöst. Gleichzeitig gewinnt ein alternatives Modell – das sogenannten Kompass-Modell – fast einstimmige Unterstützung von rund 70 Vereinen, die einen Wandel fordern.

Das Regionalmodell sieht vor, die bisherigen Staffeln Nord, Nordost und Bayern zu nur zwei Ligen zusammenzulegen, während die West- und Südwest-Staffeln unverändert bleiben sollen. Kritiker werfen dem Vorhaben vor, bestimmte Regionen unfair zu benachteiligen, während andere verschont blieben.

Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), bezeichnete den Vorschlag als "völlig realitätsfremd" und eine direkte Bestrafung für Vereine, die sich kritisch geäußert hätten. Er warnte, dass der NOFV bei einer Umsetzung "faktisch verschwinden" würde. Stattdessen sprach sich Winkler für das Kompass-Modell aus, das er als die "gerechtere Alternative" lobte, während er das Regionalmodell als "inakzeptabel" und "keine Lösung" zurückwies.

Auch Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, äußerte scharfe Kritik und nannte das Regionalmodell einen "schlechten Witz". Es offenbare "besorgniserregende Fehleinschätzungen" innerhalb des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) und anderer Verbände. Toni Wachsmuth, Geschäftsführer von 1. FC Lokomotive Leipzig, lehnte den Plan ebenfalls ab und betonte, dass eine Auflösung der Nordost-Regalliga "nicht hinnehmbar" sei.

Das von der Mehrheit der Vereine bevorzugte Kompass-Modell würde die vier Staffeln jedes Jahr neu nach Reiseentfernungen gliedern. Tommy Haeder, Sprecher der Kampagne "Aufstiegsreform 2025", bezeichnete die Debatte als politischen "Wendepunkt". Die endgültige Entscheidung werde die Zukunft des deutschen Unterhausfußballs prägen, so Haeder.

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Da sich inzwischen fast alle Vereine der Reforminitiative hinter das Kompass-Modell stellen, wächst der Druck auf den DFB, seine Pläne zu überdenken. Die Gegner des Regionalmodells haben ihre Position klar bezogen – die Fußball-Gremien stehen nun vor einer umstrittenen Weichenstellung, die das Ligasystem für Jahre verändern könnte.

Quelle