07 April 2026, 06:18

"Xanny"-Trend unter Jugendlichen: Warum Xanax in München immer beliebter wird

Liniengraph, der die Anzahl der Todesfälle durch Benzodiazepine in den Vereinigten Staaten im Laufe der Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

"Xanny"-Trend unter Jugendlichen: Warum Xanax in München immer beliebter wird

Immer mehr junge Menschen in München und anderen Städten greifen zu Xanax – einem verschreibungspflichtigen Medikament, das in der Szene oft nur "Xanny" genannt wird. Der Wirkstoff Alprazolam, ein Benzodiazepin, erfreut sich zunehmend Beliebtheit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Experten warnen jedoch: Der missbräuchliche Konsum – angeheizt durch die Musikszene und leichte Verfügbarkeit – birgt erhebliche Risiken für die psychische Gesundheit und die Zukunftschancen der Betroffenen.

Der Slang-Begriff "Xanny" hat längst Einzug in die Jugendkultur gehalten, nicht zuletzt durch Verweise in Hip-Hop- und Rap-Texten. Künstler wie Billie Eilish oder Money Boy thematisieren Xanax in ihren Songs und stilisieren die Tabletten als Teil eines kreativen Lifestyles. Diese Darstellung trägt dazu bei, den Wirkstoff zu verharmlosen – als harmlose Methode, um abzuschalten oder Stress zu entfliehen.

In München ist Xanax laut lokalen Berichten oft leichter zu beschaffen als Opioide oder Valium. Viele junge Konsumenten beschreiben die Wirkung als Gefühl der Ruhe oder Schwerelosigkeit. Doch dieser scheinbare Vorteil hat seinen Preis – besonders für 16- bis 18-Jährige, deren Gehirn- und emotionale Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

Suchtberater verweisen auf ein weiteres alarmierendes Phänomen: Xanax-Konsum geht häufig mit exzessivem Cannabis-Gebrauch einher. Diese Kombination erhöht das Risiko für psychische Probleme wie Gedächtnisstörungen, Angstzustände und Abhängigkeit. Fachleute betonen, dass eine frühe Suchtentwicklung Bildung, Karriere und zwischenmenschliche Beziehungen gefährdet – und damit langfristige Lebensziele zunichtemachen kann.

Die wachsende Anziehungskraft von Xanax unter Jugendlichen spiegelt kulturelle Einflüsse und die einfache Verfügbarkeit wider. Berater fordern mehr Aufklärung über die Gefahren des Medikaments, insbesondere für gefährdete Heranwachsende. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Folgen – von Entwicklungsstörungen bis zu chronischer Abhängigkeit – die Betroffenen noch Jahre später belasten.

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